Kohlrabisuppe bekommt mit Walnuss-Gremolata und Speck ein würziges Finish

Cremige Kohlrabisuppe in einer grauen Schale mit Petersilie, Walnüssen, Zitronenabrieb und knusprigem Speck
Milde Kohlrabisuppe, grob gehackte Walnuss-Gremolata und knuspriger Speck bringen drei Texturen auf einen Löffel.

Kohlrabi schmeckt mild, leicht süßlich und braucht keine schwere Würzung. In dieser Suppe wird er mit etwas Kartoffel und Sahne cremig. Den Gegenpart liefern eine grobe Walnuss-Gremolata mit Petersilie und Zitrone sowie knusprig gebratener Speck. Beides kommt erst beim Servieren dazu, damit die Suppe nicht auf jedem Löffel gleich schmeckt.

Die kurze Antwort

Für eine cremige Kohlrabisuppe das geschälte Gemüse in kleine, gleichmäßige Würfel schneiden, vollständig weich garen und erst dann pürieren. Einen Teil der Brühe zurückhalten, bis die Konsistenz stimmt. Während die Suppe köchelt, entstehen Gremolata und Speck in etwa derselben Zeit. So stehen vier Portionen in ungefähr 45 Minuten auf dem Tisch.

Cremige Kohlrabisuppe in einer grauen Schale mit Petersilie, Walnüssen, Zitronenabrieb und knusprigem Speck
Lukas Weber

Kohlrabisuppe mit Walnuss-Gremolata und Speck

Eine milde, cremige Suppe aus Kohlrabi und etwas Kartoffel, dazu eine grobe Petersilien-Walnuss-Gremolata mit Zitrone und knusprige Speckstreifen.
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten
Portionen: 4 Portionen
Gericht: Suppe

Zutaten
  

Für die Suppe
  • 800 g Kohlrabi geschält und geputzt gewogen; je nach Schälverlust etwa 1–1,2 kg einkaufen
  • 200 g mehligkochende Kartoffeln geschält gewogen
  • 100 g Zwiebel geschält gewogen; etwa 1 mittelgroße
  • 25 g Butter
  • 900 ml Gemüsebrühe heiß; zunächst 700 ml verwenden, Rest nach Bedarf
  • 100 ml Sahne
  • 1 Prise Muskatnuss frisch gerieben
  • Salz und schwarzer Pfeffer zum Abschmecken
Für die Walnuss-Gremolata und zum Abschmecken
  • 40 g Walnusskerne
  • 20 g glatte Petersilie Blätter und zarte Stiele
  • 1 kleine Knoblauchzehe etwa 3 g, geschält
  • 1 Bio-Zitrone davon 1 TL fein abgeriebene Schale und insgesamt 20 ml Saft
  • 15 ml Olivenöl 1 EL
Für das Speck-Topping
  • 75 g durchwachsener Räucherspeck in dünnen Scheiben

Kochutensilien

  • 1 Kochtopf etwa 3 Liter Fassungsvermögen
  • 1 Pürierstab
  • 1 Pfanne
  • 1 Schneidebrett und Küchenmesser
  • 1 feine Reibe

Methode
 

  1. Gemüse vorbereiten: Kohlrabi großzügig schälen und holzige Stellen entfernen. Nach dem Putzen 800 g abwiegen. Kartoffeln schälen und 200 g abwiegen. Beides in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Zwiebel fein würfeln. Die Zitrone heiß abwaschen, trocknen, 1 TL gelbe Schale fein abreiben und 20 ml Saft auspressen. Petersilie waschen und gründlich trocknen.
    Kohlrabiwürfel, Kartoffelwürfel und gehackte Zwiebel auf einem Holzbrett
  2. Suppenbasis ansetzen: Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Zwiebel 2 Minuten glasig dünsten. Kohlrabi und Kartoffeln dazugeben und 1 Minute mitdünsten, ohne sie zu bräunen. 700 ml der heißen Gemüsebrühe angießen. Das Gemüse sollte knapp bedeckt sein; bei Bedarf schon jetzt etwas von der übrigen Brühe verwenden.
  3. Gemüse weich garen: Einmal aufkochen, dann die Hitze reduzieren. Mit leicht geöffnetem Deckel etwa 18–22 Minuten sanft köcheln lassen. Kohlrabi und Kartoffeln müssen sich am Ende mit einer Gabel leicht zerdrücken lassen. Währenddessen die Toppings zubereiten.
  4. Walnuss-Gremolata mischen: Walnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten unter häufigem Wenden rösten, bis sie duften. Auf ein Brett geben und kurz abkühlen lassen. Petersilie und Walnüsse mit dem Messer hacken, Knoblauch sehr fein hacken. Mit Zitronenabrieb, Olivenöl und 5 ml Zitronensaft vermischen. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen; die Mischung soll locker und stückig bleiben.
  5. Speck knusprig braten: Den Speck quer in kurze Streifen schneiden und in der nun leeren Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 6–8 Minuten braten. Mehrmals wenden und herausnehmen, sobald die Streifen gebräunt und knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  6. Suppe pürieren und abschmecken: Den Topf von der heißen Platte ziehen. Sahne dazugeben und die Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren; den Mixfuß dabei unter der Oberfläche halten. Von der übrigen Brühe nur so viel schluckweise einrühren, bis die Suppe cremig vom Löffel fließt. Wieder auf die Platte stellen und unter Rühren heiß werden lassen. Mit Muskat, Pfeffer, Salz und bis zu 15 ml Zitronensaft abschmecken. Wegen des salzigen Specks zunächst zurückhaltend salzen.
    Pürierstab in einem Edelstahltopf mit heller Kohlrabisuppe
  7. Mit den Toppings servieren: Die heiße Suppe auf vier Schalen oder tiefe Teller verteilen. Walnuss-Gremolata und knusprigen Speck erst unmittelbar vor dem Essen daraufgeben.
    Ein Löffel gibt gehackte Walnuss-Gremolata auf Kohlrabisuppe mit gebratenen Speckstreifen

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Kohlrabi schälen: Am unteren Ende ruhig großzügig sein

Unter der Schale kann Kohlrabi faserig sein, besonders rund um den Wurzelansatz. Entferne diese festen Stellen vor dem Würfeln. Längeres Kochen ersetzt das saubere Putzen nicht: Eine holzige Faser verschwindet auch beim Pürieren nicht zuverlässig.

Die 800 Gramm im Rezept beziehen sich deshalb auf den geschälten und geputzten Kohlrabi. Für den Einkauf sind je nach Größe und Zustand der Knollen etwa 1 bis 1,2 Kilogramm ein sinnvoller Anhaltspunkt. Blätter werden für dieses Rezept nicht benötigt.

Kohlrabiwürfel, Kartoffelwürfel und gehackte Zwiebel auf einem Holzbrett
Kohlrabi und Kartoffeln in ähnlich kleine Würfel schneiden, damit sie gleichmäßig weich werden.

Die richtige Konsistenz entsteht vor dem letzten Schluck Brühe

Die Kartoffel gibt der Suppe etwas Bindung, soll den Kohlrabi aber nicht überdecken. Deshalb bleibt ihr Anteil deutlich kleiner. Für eine glatte Suppe müssen beide Gemüse wirklich weich sein: Eine Gabel sollte ohne Widerstand hineingehen, und ein Würfel sollte sich leicht zerdrücken lassen.

Gieße zunächst nur 700 Milliliter Brühe an. Nach dem Pürieren lässt sich die Dichte mit dem zurückbehaltenen Rest genau einstellen. Die Suppe soll cremig vom Löffel fließen, ohne wie Püree stehen zu bleiben. Nicht jede Knolle bringt gleich viel Wasser mit; die letzten Milliliter sind daher eine Entscheidung nach Konsistenz.

Pürierstab in einem Edelstahltopf mit heller Kohlrabisuppe
Erst weich garen, dann pürieren: Die restliche Brühe kommt nach Bedarf dazu.

Walnuss-Gremolata: Mit dem Messer hacken, nicht zu Pesto mixen

Die Gremolata soll kleine, erkennbare Stücke behalten. Hacke die Petersilie fein und die Walnüsse etwas gröber. Den Knoblauch dagegen sehr fein schneiden, damit später niemand auf ein großes rohes Stück beißt. Ein Esslöffel Olivenöl reicht, um die Zutaten locker zu verbinden.

Die kurz gerösteten Nüsse zunächst etwas abkühlen lassen. Dann mit Kräutern, Zitronenabrieb und wenig Saft mischen. Beim Abreiben nur die gelbe Außenschicht der Zitrone verwenden. Die Mischung muss nicht durchziehen und kann direkt auf die Suppe.

Ein Löffel gibt gehackte Walnuss-Gremolata auf Kohlrabisuppe mit gebratenen Speckstreifen
Gremolata und Speck erst auf die angerichtete Suppe geben, damit der Kontrast erhalten bleibt.

Warum das funktioniert

Die Suppe bildet eine milde, gleichmäßige Grundlage. Walnüsse und Speck bringen Biss, Petersilie und Zitronenschale setzen frische Akzente. Würdest du alles im Topf verrühren, wären diese Unterschiede weniger deutlich. Auf dem Teller kannst du mit jedem Löffel etwas mehr oder weniger Topping aufnehmen.

Typische Fehler

  • Zu früh pürieren: Noch feste Kohlrabistücke ergeben keine glatte Creme. Erst die Gabelprobe machen.
  • Die gesamte Brühe sofort verwenden: Eine zu dünne Suppe lässt sich aufwendiger korrigieren als eine etwas zu dicke. Den Rest portionsweise zugeben.
  • Die Nüsse unbeaufsichtigt rösten: Sie bekommen schnell dunkle Stellen. Häufig wenden und aus der heißen Pfanne nehmen, sobald sie duften.
  • Kräftig salzen, bevor der Speck dazukommt: Brühe und Speck bringen bereits Salz mit. Die Suppe zunächst zurückhaltend abschmecken.
  • Das Topping im Topf mitkochen: Speck verliert seinen Knusper, die gehackten Kräuter ihre frische Wirkung. Erst zum Schluss aufsetzen.

Praxis-Hinweis

Nutze die Gemüsegarzeit in dieser Reihenfolge: erst Walnüsse in der trockenen Pfanne rösten, dann darin den Speck braten. Während der Speck brutzelt, die abgekühlten Nüsse und Kräuter hacken. Die Toppings separat bereitstellen und die Suppe erst unmittelbar vor dem Servieren fertig abschmecken.

Was dazu passt und wie du den Speck weglässt

Eine Scheibe Joghurtbrot macht daraus ein unkompliziertes Abendessen. Für einen zusätzlichen knackigen Kontrast passt eine kleine Portion Radicchio-Apfel-Salat daneben.

Für eine vegetarische Variante den Speck weglassen und die Suppe am Ende entsprechend nachsalzen. Die Gremolata liefert bereits Nüsse und Würze; sie enthält in dieser Version keinen Käse. Butter und Sahne bleiben Bestandteil der Suppe.

Redaktionell geprüft

Mengen, Zeiten, Temperaturen und Arbeitsschritte wurden auf Plausibilität und innere Konsistenz geprüft. Die zurückbehaltene Brühe und die Gabelprobe helfen, unterschiedliche Kohlrabiknollen beim Kochen auszugleichen.

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Lukas Weber

Lukas Weber

Rezeptredakteur

Lukas Weber bereitet Rezepte und Küchenthemen für Männer können kochen redaktionell auf. Im Mittelpunkt stehen verständliche Schritte, plausible Angaben und die praktische Nutzung zu Hause.

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