
Brotpudding funktioniert problemlos ohne Wasserbad. Das altbackene Brot nimmt eine gewürzte Eiermilch auf und wird direkt in der gebutterten Form gebacken: oben goldbraun, in der Mitte weich und saftig.
Die Brotwürfel etwa 20 Minuten in der Eiermilch quellen lassen und den Brotpudding anschließend bei 180 °C Ober-/Unterhitze 35 bis 40 Minuten backen. Fertig ist er, wenn die Mitte gesetzt ist und bei sanftem Druck nur noch leicht federt.

Brotpudding ohne Wasserbad – so wird altes Brot zum saftigen Ofendessert
Zutaten
Methode
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform von etwa 24 × 18 cm buttern.
- Brotwürfel in die Form geben. Apfel und Rosinen, falls verwendet, gleichmäßig dazwischen verteilen.
- Milch, Eier, Zucker, Vanille, Zimt und Salz gründlich verquirlen. Die geschmolzene Butter unterrühren.
- Eiermilch über das Brot gießen. Alles leicht andrücken und 20 Minuten stehen lassen, damit die Würfel Flüssigkeit aufnehmen.
- Die Form auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten backen. Der Brotpudding ist fertig, wenn die Mitte gesetzt ist und nur noch leicht federt.
- Vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen und warm servieren.
Warum kein Wasserbad nötig ist
Ein Wasserbad bremst die Hitze und hält empfindliche Cremes besonders gleichmäßig. Bei diesem Brotpudding schützen die eingeweichten Brotstücke die Eiermilch bereits vor zu direkter Hitze. Eine nicht zu flache Form und die moderate Backtemperatur sorgen dafür, dass die Ränder bräunen, bevor die Mitte trocken wird.
Welches Brot eignet sich?
Gut geeignet sind ein bis zwei Tage altes Weißbrot, Baguette, Hefezopf oder Milchbrötchen. Sehr frisches Brot zerfällt schneller; kräftiges Roggenbrot bringt eine deutlich herbere Note. Das Brot in zwei bis drei Zentimeter große Würfel schneiden, damit die Stücke innen noch Struktur behalten.

Das richtige Verhältnis von Brot, Milch und Ei
Für 300 Gramm trockenes Brot sind 600 Milliliter Milch und drei Eier ein verlässlicher Ausgangspunkt. Die Milch macht die Krume saftig, die Eier binden sie beim Backen. Ist das Brot sehr trocken, darf es etwas länger quellen; sichtbar stehende Flüssigkeit sollte vor dem Backen weitgehend aufgenommen sein.
Warum die Quellzeit wichtig ist
Wer die Form sofort in den Ofen schiebt, riskiert trockene Spitzen und flüssige Stellen am Boden. Während der 20 Minuten saugen sich die Würfel gleichmäßig voll. Einmal leicht andrücken genügt – kräftiges Rühren würde die gewünschte Struktur zerstören.

Eine Form von ungefähr 24 × 18 Zentimetern ergibt einen saftigen, nicht zu flachen Brotpudding. In einer deutlich größeren Form wird die Schicht dünner und ist früher fertig.
Woran erkennt man, dass er fertig ist?
Die Oberfläche ist goldbraun, die Mitte wackelt nicht mehr flüssig und federt leicht zurück. Ein Messer darf feuchte Krümel tragen, aber keine rohe Eiermilch. Nach zehn Minuten Ruhezeit lässt sich der Brotpudding sauberer portionieren.
Varianten mit Apfel, Rosinen oder Vanille
Apfelwürfel bringen Frische, Rosinen zusätzliche Süße. Beides wird zwischen den Brotwürfeln verteilt. Zimt und Vanille passen zusammen, können aber auch einzeln verwendet werden. Für eine knusprigere Oberfläche vor dem Backen wenig groben Zucker darüberstreuen.
Wer lieber herzhaft backt, findet bei Joghurtbrot aus Airfryer und Backofen eine passende Idee. Weitere süße und herzhafte Ofengerichte stehen in der Rubrik Backen.
Mengenverhältnis, Quellzeit, Formgröße und Backtemperatur wurden auf Plausibilität und innere Konsistenz geprüft. Die genaue Backzeit hängt von Formhöhe, Brotsorte und Ofen ab.




