
Bauerntopf verbindet kräftig angebratenes Hackfleisch mit Kartoffeln, Paprika und einer würzigen Tomatenbasis. Das Gericht gart vollständig in einem Topf und wird durch die Stärke der Kartoffeln angenehm sämig. Entscheidend sind die richtige Reihenfolge und genügend Zeit zum Einkochen.

Bauerntopf mit Hackfleisch und Kartoffeln
Zutaten
Methode
- Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Paprika entkernen und ähnlich groß würfeln. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken.
- Öl in einem breiten schweren Topf stark erhitzen. Hackfleisch flach verteilen, 2 Minuten ungestört bräunen, dann zerteilen und weitere 4 bis 5 Minuten kräftig anbraten.
- Zwiebeln zugeben und 3 Minuten mitbraten. Knoblauch, Tomatenmark, Paprikapulver und Majoran einrühren und etwa 1 Minute rösten.
- Mit gehackten Tomaten und Brühe ablöschen. Kartoffeln zugeben, aufkochen und bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen.
- Paprikawürfel einrühren und weitere 15 bis 20 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln weich sind. Dabei gelegentlich umrühren.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für eine dickere Konsistenz einige Kartoffelstücke am Topfrand zerdrücken oder 5 Minuten offen einkochen. Mit Petersilie servieren.
Zutaten gleichmäßig vorbereiten
Kartoffeln in etwa zwei Zentimeter große Würfel schneiden, damit sie gleichzeitig gar werden. Paprika ähnlich groß würfeln, Zwiebeln und Knoblauch deutlich feiner. Festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln behalten ihre Form; mehligkochende Sorten machen den Eintopf schneller dick und zerfallen leichter.

Hackfleisch zuerst kräftig anbraten
Das Öl in einem breiten, schweren Topf erhitzen. Hackfleisch hineingeben, zunächst flach verteilen und kurz ungestört bräunen lassen. Erst danach zerteilen. So entstehen Röstaromen, statt dass das Fleisch im austretenden Saft grau kocht. Zwiebeln kommen dazu, sobald das Fleisch sichtbar gebräunt ist.

Tomatenmark wird kurz mitgeröstet und verliert dadurch seine rohe Säure. Kartoffelstärke bindet später einen Teil der Brühe. So entsteht eine kräftige, sämige Sauce ohne zusätzliche Mehlschwitze.
Tomatenmark und Gewürze richtig einsetzen
Knoblauch, Tomatenmark, Paprikapulver und Majoran nur kurz mitrösten. Paprikapulver kann bei zu hoher Hitze bitter werden. Deshalb nach etwa einer Minute mit den gehackten Tomaten und der Brühe ablöschen und den Topfboden gründlich lösen.
Kartoffeln vor der Paprika garen
Die Kartoffelwürfel zuerst in die köchelnde Tomatenbasis geben. Paprika braucht weniger Zeit und kommt nach etwa zehn Minuten dazu. Anschließend alles ohne Deckel oder mit leicht geöffnetem Deckel weiterköcheln, bis die Kartoffeln weich sind und die Sauce sichtbar eindickt.
Die richtige Konsistenz
Ein Bauerntopf soll zwischen Eintopf und Ragout liegen: saftig genug zum Löffeln, aber nicht dünn wie Suppe. Ist er zu flüssig, fünf bis zehn Minuten offen weiterkochen. Ist er zu dick, schluckweise Brühe ergänzen. Einige Kartoffelstücke können am Topfrand leicht zerdrückt werden, um die Sauce stärker zu binden.
Varianten und passende Beilagen
Gemischtes Hackfleisch ergibt einen etwas kräftigeren Geschmack, reines Rinderhack eine klarere Fleischwürze. Grüne Paprika bringt mehr herbe Noten, rote und gelbe Paprika sind milder. Dazu passen Bauernbrot oder ein grüner Salat. Weitere herzhafte Kartoffelgerichte sind unser Kartoffelauflauf mit Käsekruste und die cremige Kartoffelsuppe.
Aufbewahren und aufwärmen
Den Bauerntopf zügig abkühlen lassen und abgedeckt höchstens drei Tage im Kühlschrank lagern. Beim Aufwärmen im Topf etwas Brühe oder Wasser ergänzen, weil die Kartoffeln weiter Flüssigkeit aufnehmen. Unter gelegentlichem Rühren vollständig durcherhitzen. Portionsweise lässt sich der Eintopf bis zu drei Monate einfrieren; die Kartoffeln werden nach dem Auftauen etwas weicher.
Salz erst nach Zugabe von Brühe und Tomaten endgültig dosieren. Je nach verwendeter Brühe bringt die Flüssigkeit bereits unterschiedlich viel Salz mit.
Mengen, Reihenfolge, Garzeiten und Konsistenzhinweise wurden auf Plausibilität und innere Konsistenz geprüft.





