Camembert muss nicht in den Ofen: Dieser Herbstsalat verbindet cremig, knackig und süß

Herbstsalat aus Feldsalat, Apfel, Trauben, Camembert und Walnüssen
Camembert bleibt hier kalt und ergänzt die knackigen Früchte.

↓ Zum Rezept

Ein guter Herbstsalat braucht keinen Berg zusätzlicher Zutaten. Hier reichen zarter Feldsalat, knackige Apfelspalten, dunkle Trauben und Camembert. Die Walnüsse bekommen kurz Wärme in der Pfanne, der Käse bleibt kalt. So treffen cremige, saftige und knusprige Bestandteile aufeinander, ohne dass ein Backofen eingeschaltet werden muss.

Feldsalat ist erst fertig, wenn er trocken ist

Zwischen den kleinen Blattrosetten kann sich Erde verstecken. Verlese den Salat sorgfältig und entferne die Wurzelenden, ohne alle Blätter auseinanderzureißen. Anschließend gründlich waschen. Falls im Wasser noch Sand zurückbleibt, den Vorgang mit frischem Wasser wiederholen. Ein schneller Schwall über das Sieb ist nicht immer ausreichend.

Danach den Feldsalat vorsichtig trocken schleudern. Nasse Blätter verdünnen das Dressing, und die Sauce landet eher am Tellerboden als am Salat. Wenn keine Schleuder vorhanden ist, hilft ein sauberes Küchentuch: Die Blätter locker darauflegen und behutsam trocken tupfen, nicht fest ausdrücken. Dieser kleine Arbeitsschritt macht beim Essen mehr Unterschied als eine zusätzliche Gewürzzutat.

Feldsalat wird sorgfältig gewaschen und verlesen
Zwischen den Blattrosetten kann sich Erde verstecken.

Walnüsse rösten, aber nicht in der heißen Pfanne stehen lassen

Eine trockene Pfanne reicht. Die Nüsse bei mittlerer Hitze bewegen und im Blick behalten. Sobald sie duften und leicht Farbe bekommen, auf einen Teller geben. In der noch heißen Pfanne würden sie weiterbräunen, auch wenn die Herdplatte bereits ausgeschaltet ist. Dunkel verbrannte Stellen schmecken bitter und passen nicht zu den süßen Trauben.

Die Nüsse vor dem Anrichten abkühlen lassen. Warme Stücke würden die feinen Salatblätter unnötig zusammenfallen lassen. Grob zerteilt lassen sie sich außerdem besser mit einer Gabel aufnehmen als große Hälften. Zu feines Hacken ist nicht nötig; ein bisschen Biss gehört ausdrücklich zu diesem Salat.

Walnussstücke werden ohne Öl leicht angeröstet
Geröstete Nüsse sofort aus der heißen Pfanne nehmen.

Das Dressing braucht eine klare Säure

Apfel und Trauben bringen bereits Süße mit. Deshalb kommt nur ein Teelöffel Honig in die Mischung aus Apfelessig, Senf und Walnussöl. Verrühre zuerst Essig, Senf und Honig, dann arbeite das Öl ein. Der Senf hilft dabei, die Zutaten zu verbinden. Eine kleine Prise Thymian ergänzt den Käse, ohne den ganzen Salat nach Kräutern schmecken zu lassen.

Probiere das Dressing vor dem Anrichten. Besonders süße Trauben vertragen etwas mehr Säure, sehr herbe Äpfel möglicherweise einen Hauch mehr Honig. Solche kleinen Anpassungen sind sinnvoller als eine starre zusätzliche Zuckerportion. Das Walnussöl wird hier kalt verwendet und nicht zum Rösten der Nüsse erhitzt.

Camembert schneiden statt zerdrücken

Ein nicht zu weicher Camembert lässt sich gut in mundgerechte Stücke teilen. Die essbare Rinde bleibt dran. Verteile den Käse auf dem Salat, statt alles kräftig in einer tiefen Schüssel zu vermischen. So bleiben die Blätter locker und der Käse als einzelner Bestandteil erkennbar. Für eine ausdrücklich vegetarische Variante lohnt sich der Blick auf die Lab-Angabe der Packung.

Die Apfelspalten werden möglichst spät geschnitten und mit einem Löffel Dressing vermengt. Das hält sie nicht unbegrenzt frisch, hilft aber beim kurzen Vorbereiten. Große Trauben werden halbiert. Dadurch verteilen sie sich besser und lassen sich zusammen mit den übrigen Zutaten essen.

Vorbereiten ja, fertig mischen erst am Tisch

Waschen, Rösten und Dressingrühren lassen sich vorziehen. Bewahre die Bestandteile getrennt auf und gib die Sauce erst kurz vor dem Essen darüber. Die Kombination ist von einem Herbstsalat mit Weichkäse angeregt. Die Mengen hier ergeben vier kleinere Portionen oder mit Brot ein leichtes Essen für zwei. Fertig angemachter Feldsalat eignet sich deutlich weniger zum Aufbewahren als die getrennten Zutaten.


Das vollständige Rezept Schritt für Schritt

Hier findest du alle Mengen und die Zubereitung in der richtigen Reihenfolge.

Herbstsalat aus Feldsalat, Apfel, Trauben, Camembert und Walnüssen
Lukas Weber

Herbstsalat mit Camembert, Apfel und Trauben

Feldsalat mit Camembert, Apfel, dunklen Trauben und gerösteten Walnüssen. Dazu ein Honig-Senf-Dressing mit Apfelessig und Walnussöl, fertig in etwa 20 Minuten.
Vorbereitungszeit 17 Minuten
Zubereitungszeit 3 Minuten
Gesamtzeit 20 Minuten
Portionen: 4 Portionen

Zutaten
  

  • 150 g Feldsalat
  • 2 kleine säuerliche Äpfel
  • 200 g dunkle kernlose Weintrauben
  • 200 g Camembert
  • 40 g Walnusskerne
  • 3 EL Walnussöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Honig
  • 0.25 TL getrockneter Thymian
  • nach Bedarf Salz und schwarzer Pfeffer

Methode
 

  1. Feldsalat verlesen, Wurzelenden entfernen, gründlich waschen und trocken schleudern. Trauben waschen, trocknen und halbieren.
    Feldsalat wird sorgfältig gewaschen und verlesen
  2. Walnüsse grob zerteilen und in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten unter Wenden leicht rösten. Sofort auf einen Teller geben und abkühlen lassen.
    Walnussstücke werden ohne Öl leicht angeröstet
  3. Apfelessig mit Senf, Honig, Thymian, etwas Salz und Pfeffer verrühren. Walnussöl nach und nach unterschlagen. Dressing abschmecken.
  4. Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Mit 1 EL des Dressings vermengen. Camembert in mundgerechte Stücke schneiden.
  5. Feldsalat auf vier Tellern verteilen. Äpfel, Trauben und Camembert darauflegen. Erst unmittelbar vor dem Essen mit dem restlichen Dressing beträufeln und die abgekühlten Walnüsse darüberstreuen.

Notizen

Vier Vorspeisen- oder Beilagenportionen; für zwei Personen mit Brot als leichtes Hauptgericht.
Für ausdrücklich vegetarische Zubereitung Camembert mit mikrobiellem Lab auswählen.
Salat, Dressing und Nüsse getrennt vorbereiten; erst direkt vor dem Essen zusammengeben.

Rezept ausprobiert? Jetzt bewerten

Rezept bewerten

Wähle deine Sterne. Die Bewertung wird zusammen mit deinem Kommentar gespeichert. Zum Kommentarformular

Lukas Weber

Lukas Weber

Rezeptredakteur

Lukas Weber bereitet Rezepte und Küchenthemen für Männer können kochen redaktionell auf. Im Mittelpunkt stehen verständliche Schritte, plausible Angaben und die praktische Nutzung zu Hause.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Rezept bewerten