
Diese Apfel-Zimt-Blätterteig-Mumien bringen etwas Süßes aufs Halloween-Buffet. Unter den goldbraunen Teigbändern steckt eine selbst gekochte Füllung aus kleinen Apfelwürfeln und Zimt. Fertiger Blätterteig hält den Aufwand überschaubar. Für die Form brauchst du weder Ausstecher noch eine Schablone: Rechtecke werden gefüllt und mit schmalen Streifen belegt. Die kleinen Zuckeraugen setzen zum Schluss den entscheidenden Akzent.
Die kurze Antwort: Wie bleiben Füllung und Mumienform an ihrem Platz?
Koche die Apfelfüllung dicklich und lass sie vollständig abkühlen. Verteile wenig Füllung auf kaltem Teig, drücke die Streifen am freien Rand fest und spare oben ein Fenster aus. Die Zuckeraugen werden ausschließlich auf vollständig ausgekühltes Gebäck geklebt. Für zwölf Mumien brauchst du mit allen Abkühlphasen etwa 2 Stunden 35 Minuten.

Apfel-Zimt-Blätterteig-Mumien für Halloween
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Füllung kochen: Äpfel in 5–7 mm große Würfel schneiden. Butter in der Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Äpfel, Zucker, Zitronensaft und Zimt hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren 7–9 Minuten garen, bis die Würfel weich sind, aber noch ihre Form halten. Falls sich viel dünner Saft sammelt, kurz ohne Deckel einkochen. Stärke mit 10 ml kaltem Wasser verrühren, einrühren und 1 Minute unter Rühren köcheln lassen. Die Füllung soll dicklich sein, ohne freie Flüssigkeit.
- Füllung vollständig abkühlen: Die Füllung sofort dünn auf einem flachen Teller oder in einer flachen hitzebeständigen Form verteilen. Etwa 10 Minuten abdampfen lassen, dann abgedeckt ungefähr 25 Minuten im Kühlschrank vollständig abkühlen lassen. Nicht warm auf den Blätterteig geben; bei Bedarf länger kühlen.
- Ofen und Bleche vorbereiten: Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier belegen. Blätterteig bis zur Verarbeitung kühl halten und entsprechend der Packungsangabe vorsichtig entrollen.
- Zwölf Böden und 96 Bänder zuschneiden: Erste Teigplatte von ungefähr 24 × 40 cm in zwölf Böden teilen: die 24-cm-Seite vierteln, die 40-cm-Seite dritteln. Es entstehen zwölf Rechtecke von ungefähr 6 × 13,3 cm. Je sechs mit Abstand auf ein Blech legen. Zweite Teigplatte in 32 Streifen von jeweils 24 × 1,25 cm schneiden und jeden Streifen in drei 8 cm lange Stücke teilen. Das ergibt 96 Bänder, acht pro Mumie. Bei anderen Packungsmaßen das gleiche Teilungsschema verwenden und Maße entsprechend anpassen.
- Füllen und Bandagen auflegen: Kalte Apfelfüllung in zwölf etwa gleich große Portionen teilen, ungefähr 30–35 g pro Stück. Mittig auf den Böden verteilen, rundherum 1 cm Rand frei lassen. Ränder hauchdünn mit Wasser befeuchten. Je acht Teigbänder leicht schräg quer über die Füllung legen, an beiden Seiten auf dem Rand andrücken; einzelne Bänder dürfen sich kreuzen. Im oberen Drittel ein etwa 1,5 cm hohes Fenster für die späteren Augen frei lassen. Keine Zuckeraugen auf den rohen Teig setzen.
- Bestreichen und backen: Ei mit 1 TL Wasser verquirlen. Sichtbare Teigoberflächen dünn bestreichen, Schnittkanten möglichst freilassen. Beide Bleche auf zwei Ebenen im vorgeheizten Ofen 25–30 Minuten backen; nach etwa 20 Minuten bei Bedarf die Einschubhöhen tauschen. Bänder und Böden sollen goldbraun und durchgebacken sein. Falls der Teig vorher weich geworden ist, die Bleche vor dem Bestreichen und Backen 10 Minuten kalt stellen.
- Gebackene Mumien auskühlen: Mumien mit einem Wender vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und etwa 30 Minuten vollständig auskühlen lassen. Auch die Apfelfüllung darf nicht mehr warm sein. Erst dann dekorieren.
- Augen ankleben: Puderzucker zunächst mit 3 ml Wasser zu sehr dickem Guss verrühren. Nur falls nötig einzelne Tropfen Wasser ergänzen. Je zwei winzige Tupfen in das freie Augenfenster geben und darauf zwei Zuckeraugen befestigen. Den Guss etwa 5 Minuten antrocknen lassen und am besten am Backtag servieren.
Warum die Äpfel zuerst in die Pfanne kommen
Kleine Apfelwürfel lassen sich gleichmäßiger auf den schmalen Teigböden verteilen als große Stücke. Schäle und entkerne die Äpfel und wiege dann 360 Gramm ab. Schneide sie ungefähr fünf bis sieben Millimeter groß. Ein süß-säuerlicher Apfel wie Elstar passt gut. Je nach Sorte werden die Würfel etwas schneller weich oder behalten länger ihre Form; richte dich beim Garen nach der Konsistenz.
Die fertige Füllung soll auf dem Löffel sitzen bleiben. Wenn sich unten noch dünner Saft sammelt, koche ihn kurz ein, bevor du die angerührte Stärke einarbeitest. Die kleine Stärkemenge bindet den verbleibenden Saft. Verteile die Masse anschließend auf einem flachen Teller oder in einer flachen Form. In einem tiefen Topf braucht dieselbe Menge deutlich länger zum Auskühlen.

Zwei Teigrollen ergeben zwölf Mumien
Die Rezeptkarte rechnet mit zwei rechteckigen Blätterteigplatten von jeweils ungefähr 24 mal 40 Zentimetern. Eine Platte liefert alle Böden, die andere die Bandagen. Teile die erste Platte entlang der kurzen Seite in vier gleich breite Streifen und entlang der langen Seite in drei Reihen. Das ergibt zwölf Rechtecke von ungefähr sechs mal dreizehn Zentimetern.
Aus der zweiten Platte entstehen 32 schmale Streifen, jeweils 24 Zentimeter lang und etwa 1,25 Zentimeter breit. Schneide jeden Streifen in drei acht Zentimeter lange Abschnitte. So hast du 96 Bandagen, genau acht für jede Mumie. Die Stückzahlen helfen beim gleichmäßigen Aufteilen; du musst nicht jede Kante millimetergenau vermessen. Weicht die Packungsgröße ab, behalte das Teilungsschema bei und passe die Maße entsprechend an.
So bekommt jede Mumie dieselbe Form
Lege die Rechtecke mit der langen Seite senkrecht vor dich. Verteile die kalte Füllung als schmalen Streifen in der Mitte und halte rundherum etwa einen Zentimeter Rand frei. Pro Mumie sind ungefähr 30 bis 35 Gramm vorgesehen, abhängig davon, wie viel Flüssigkeit beim Kochen verdampft ist. Teile die gesamte Füllung zuerst in zwölf Portionen; die letzten Stücke sollen genauso gut gefüllt sein wie die ersten.
Befeuchte den freien Rand hauchdünn mit Wasser. Lege die Bandagen leicht schräg von links nach rechts über die Füllung und drücke die Enden auf dem Rand fest. Einzelne Streifen dürfen sich kreuzen. Lass im oberen Drittel ein etwa anderthalb Zentimeter hohes Fenster für die späteren Augen. Die Bandagen werden aufgelegt, nicht um einen Apfel gewickelt. Unten bleibt der rechteckige Boden geschlossen.

Kalten Blätterteig zügig verarbeiten
Nimm den Blätterteig erst aus dem Kühlschrank, wenn die Füllung bereit ist. Beachte die Packungsangabe zum Entrollen, damit die Platte nicht bricht. Arbeite auf dem zugehörigen Papier oder auf frischem Backpapier. Drücke beim Schneiden senkrecht nach unten, statt die Kanten stark hin und her zu ziehen. So lassen sich die schmalen Bänder leichter voneinander lösen.
Wenn der Teig während des Formens weich und klebrig wird, schiebe die vorbereiteten Bleche für etwa zehn Minuten in den Kühlschrank. Diese zusätzliche Pause kommt bei Bedarf zur Gesamtzeit hinzu. Bestreiche nur die sichtbaren Oberseiten dünn mit verquirltem Ei. Übermäßig viel Ei läuft in die Schnittkanten und kann dort die feinen Schichten verkleben.
Zwei Bleche brauchen Platz im Ofen
Verteile jeweils sechs Mumien mit Abstand auf zwei Blechen. Die Zeitplanung gilt für beide Bleche gleichzeitig bei 180 °C Umluft im vorgeheizten Ofen. Tausche die Einschubhöhen nach etwa 20 Minuten, falls dein Ofen ungleichmäßig bräunt. Die Stücke sind fertig, wenn die Bänder goldbraun aufgegangen sind und auch die Böden durchgebacken wirken.
Bei Ober-/Unterhitze backst du die Bleche nacheinander bei 200 °C. Plane dann ungefähr 30 Minuten zusätzlich ein und halte das zweite Blech bis zu seinem Einsatz kalt. Eine blasse, weiche Unterseite braucht noch etwas Zeit. Hebe zum Prüfen eine Mumie vorsichtig mit einem Pfannenwender an. Die Temperaturangaben auf deiner Teigpackung gehen vor, wenn sie deutlich abweichen.
Die Zuckeraugen bleiben aus dem Ofen
Nach dem Backen wandern die Mumien vorsichtig auf ein Gitter. Lass sie vollständig auskühlen, bevor du den dickflüssigen Zuckerguss anrührst. Setze zwei kleine Tupfen in jedes Augenfenster und klebe die Zuckeraugen darauf. Der Guss soll als Kleber wirken und nicht über die Füllung laufen. Zuckeraugen sind eine Dekoration für das fertige Gebäck und werden hier nicht mitgebacken.

Vorbereiten und aufs Buffet stellen
Du kannst die Apfelfüllung am Vortag kochen. Kühle sie in einer flachen Form zügig herunter und bewahre sie anschließend abgedeckt im Kühlschrank auf. Das BfR empfiehlt für den Kühlschrank maximal sieben, besser unter fünf Grad. Zum Formen kommt die Füllung direkt kalt auf den Teig.
Am knusprigsten sind die Mumien am Backtag. Stelle sie erst kurz vor dem Essen auf die Platte. Übrig gebliebenes Gebäck nach dem Servieren abdecken, kühlen und am nächsten Tag essen; die Füllung macht die Teigschichten mit der Zeit weicher. Zum erneuten Aufbacken die Zuckeraugen und möglichst viel Guss zuerst vorsichtig entfernen. Nach dem Abkühlen bei Bedarf frisch dekorieren.
Wenn du mehrere Snacks vorbereitest, hilft unser Zeitplan fürs Halloween-Buffet beim Kühlen, Aufbacken und knusprigen Servieren.
Quellen und Rezeptentwicklung
Das Prinzip aus vorgekochter Apfelfüllung, rechteckigem Boden und aufgelegten Teigstreifen wurde mit Jus-Rol: Apple & Fudge Mummy Pies abgeglichen. Auch Dr. Oetker setzt Zuckeraugen erst nach dem Backen auf. Diese süße Fassung verwendet ausschließlich Blätterteig, keine Fudge-Stücke und ein eigenes Zuschnitt- und Mengenschema.
Redaktionell geprüft
Mengen, Zeiten, Temperaturen und Arbeitsschritte wurden auf Plausibilität und innere Konsistenz geprüft.






