
Ein paar Rillen, eine Mandel und plötzlich schaut ein ganz gewöhnlicher Keks ziemlich verdächtig aus. Hexenfinger sind eine dankbare Idee fürs Halloween-Buffet, weil die Form den Effekt übernimmt. Dahinter steckt ein süßer Butter-Mürbeteig mit Vanille. Kleine Tupfen Himbeerkonfitüre setzen rote Akzente, ohne dass aus dem Gebäck eine aufwendige Dekoration werden muss. Aus einer Portion entstehen 24 Kekse, die bewusst ein bisschen schief aussehen dürfen.
Der Trick steckt in der Form, nicht in besonderen Zutaten
Mehl, Butter, Puderzucker und Eigelb bilden die Grundlage. Backpulver bleibt bei dieser Variante draußen, damit die modellierten Konturen möglichst deutlich bleiben. Puderzucker lässt sich in der kleinen Teigmenge gleichmäßig verteilen. Du brauchst weder Ausstechformen noch einen Spritzbeutel: Ein kleines Messer für die Rillen und ein Teelöffel für die Konfitüre reichen als Werkzeuge aus.
Die Idee mit Mandelspitzen findet sich auch bei Dr. Oetkers Hexenfingern; Einfach Backen kombiniert süßen Mürbeteig mit Himbeermarmelade. Hier bleibt die Dekoration bewusst sparsam. Schon ein kleiner roter Punkt unter jeder Mandel ist sichtbar. Eine große Menge Konfitüre würde beim Backen eher verlaufen und die klaren Konturen überdecken.
Kühler Teig lässt sich besser bändigen
Knete die Zutaten nur so lange, bis sie zusammenhalten. Die Butter soll sich verteilen, aber nicht durch langes Bearbeiten warm und schmierig werden. Drücke den Teig anschließend zu einer flachen Scheibe. Die kühlt gleichmäßiger durch als eine dicke Kugel und lässt sich später leichter in gleich große Portionen teilen. Die erste Pause im Kühlschrank dauert eine halbe Stunde.

Falls der Teig nach dem Kühlen sehr fest ist, lass ihn kurz auf der Arbeitsfläche liegen. Er soll sich rollen lassen, ohne zu brechen, und sich dabei noch kühl anfühlen. Wird er während des Formens klebrig, hilft eine erneute kurze Kühlpause mehr als ständig zusätzliches Mehl. Zu viel Mehl verändert den Teig und kann die fertigen Kekse trocken machen.
Schmal rollen und die Knöchel nur andeuten
Teile den Teig zuerst in 24 möglichst gleich große Stücke. Eine Küchenwaage hilft, damit die Kekse später ähnlich schnell backen. Rolle jedes Stück ungefähr acht bis neun Zentimeter lang. Zwei sanfte Verengungen reichen, um dazwischen kleine Verdickungen anzudeuten. Die Rollen sollen nicht so breit wie echte Finger werden: Im Backofen laufen sie noch ein wenig auseinander.
Drücke mit der stumpfen Messerseite wenige feine Rillen in die dickeren Stellen. Schneide nicht tief hinein, sonst können die Kekse dort leichter brechen. Auf ein Ende kommt ein winziger Tupfen glatte Himbeerkonfitüre, darauf eine geschälte Mandel mit der Spitze nach außen. Drücke sie leicht in den Teig, damit sie nach dem Backen möglichst fest sitzt.

Zwei Bleche, etwas Abstand und keine Eile
Lege jeweils zwölf Teigfinger auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Zwischen ihnen bleibt Platz, damit sich die Konturen beim Backen nicht berühren. Nach dem Formen kühlen die Bleche nochmals zehn Minuten. Während das erste im Ofen steht, wartet das zweite im Kühlschrank. Dadurch kommen beide Portionen mit ähnlich kühlem Teig in den heißen Ofen.

Die Kekse sollen an den Rändern nur leicht goldbraun werden. Ein kräftig dunkler Farbton ist hier nicht nötig. Nimm das Blech heraus und lass die Finger zunächst darauf abkühlen: Frischer Mürbeteig ist empfindlich, und die langen Formen brechen beim frühen Umsetzen besonders leicht. Erst wenn sie stabil sind, kommen sie vorsichtig auf ein Gitter. Die Zeitangabe berücksichtigt beide Bleche nacheinander und das Abkühlen.
So kommen die Hexenfinger auf den Tisch
Eine schlichte Platte genügt, damit die Formen auffallen. Wer für Gäste backt, weist auf die Mandeln hin; auch Weizen, Ei und Milch stecken im Rezept. Lagere die vollständig ausgekühlten Kekse trocken in einer gut schließenden Dose und trenne mehrere Lagen mit Backpapier. Für die knusprige Oberfläche ist eine kühle, trockene Aufbewahrung besser als ein feuchter Platz direkt neben Getränken oder warmen Speisen.
Das vollständige Rezept Schritt für Schritt

Halloween-Hexenfinger aus Mürbeteig
Zutaten
Methode
- Mehl, Puderzucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butterwürfel, Eigelb und Vanilleextrakt zugeben. Mit den Händen zügig zu einem zusammenhängenden Mürbeteig verkneten, nicht lange bearbeiten.
- Teig flach drücken, abdecken und 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
- Teig in 24 gleich große Portionen teilen und jeweils zu einer etwa 8–9 cm langen, schlanken Rolle formen. Zwei Stellen sanft verengen, sodass kleine Knöchel angedeutet werden. Je zwölf Rollen mit mindestens 2 cm Abstand auf ein Blech legen. Mit der stumpfen Messerseite flache Rillen in die Verdickungen drücken.
- Die insgesamt 2 TL Konfitüre in winzigen Tupfen auf jeweils ein Ende der 24 Rollen verteilen. Je eine Mandel mit der Spitze nach außen daraufsetzen und leicht in den Teig drücken. Beide Bleche nochmals 10 Minuten kalt stellen. Den Ofen währenddessen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Das erste Blech auf mittlerer Schiene etwa 16–18 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Das zweite Blech solange kalt stellen und anschließend ebenfalls 16–18 Minuten backen. Für die Gesamtzeit sind zweimal 18 Minuten gerechnet.
- Jedes Blech nach dem Backen 10 Minuten auf einer hitzefesten Fläche ruhen lassen. Die stabiler gewordenen Kekse vorsichtig auf ein Gitter setzen und weitere etwa 15 Minuten auskühlen lassen.






