McDonald’s verabschiedet den McRib – so gelingt die BBQ-Alternative zu Hause

Selbst gemachtes BBQ-Schweinesandwich mit Gewürzgurken und weißen Zwiebeln
Illustration: Selbst gemachte BBQ-Alternative, kein Produktfoto von McDonald’s.

McDonald’s verabschiedet den klassischen McRib in Deutschland. Für Fans von Schweinefleisch, BBQ-Sauce, Gurken und Zwiebeln ist das eine schlechte Nachricht. Die gute: Aus dieser Kombination lässt sich auch in der eigenen Küche ein richtig gutes Sandwich bauen. Entscheidend ist dabei weniger die berühmte Rippenform als der richtige Umgang mit Fleisch, Brötchen und Sauce.

Stand: 13. Oktober 2026

Was beim McRib jetzt tatsächlich angekündigt wurde

Nach einem Bericht von FOCUS online vom 13. Oktober 2026 kündigt McDonald’s Deutschland den Abschied des Klassikers in einem Kundennewsletter an. Im Artikeltext wird der 27. Oktober als letzter Angebotstag genannt. Die Meldung betrifft Deutschland. Wann oder ob der ursprüngliche Burger später zurückkommt, ist damit nicht geklärt. Auch einen konkreten Grund für die Entscheidung nennt der Bericht nicht.

Der Name verschwindet zunächst jedenfalls nicht vollständig: Auf der offiziellen Produktseite zum McRib Sweet Heat bewirbt McDonald’s bereits eine zeitlich begrenzte Variante. Ein wichtiges Detail: Laut Hersteller steckt darin weiterhin ein in BBQ-Sauce mariniertes Patty. Sweet-Chili-Sauce kommt zusätzlich dazu, ebenso Gurken und weiße Zwiebeln. Wer den klassischen Geschmack sucht, bekommt damit eine andere Saucenkombination. Ein dauerhaftes Ersatzprodukt ist auf dieser Seite nicht angekündigt.

Der Geschmack steckt in einer ziemlich einfachen Kombination

Beim klassischen McRib nennt McDonald’s Schweinefleisch, BBQ-Sauce, Gurken, weiße Zwiebeln und ein weiches Brötchen als Bestandteile. Für eine eigene Version lohnt es sich, genau bei dieser überschaubaren Zusammenstellung zu bleiben. Käse, Bacon, Salat und eine zweite cremige Sauce machen daraus schnell einen ganz anderen Burger.

Die Gurken bringen Säure und Biss in das süßlich-würzige Sandwich. Die rohe Zwiebel setzt eine scharfe, frische Note dagegen. Das Brötchen sollte weich genug sein, dass du beim Abbeißen nicht die ganze Füllung herausdrückst. Ein sehr knuspriges Baguette kann schmecken, verändert aber das Mundgefühl deutlich. Für diese Variante passen längliche, weiche Weizenbrötchen oder größere Hotdog-Buns besser.

Unsere Küchenidee orientiert sich an diesen Zutaten. Sie ist eine eigenständige, vom McRib inspirierte BBQ-Alternative, kein Originalrezept von McDonald’s. Mit Schweinehack und einer Pfanne bleibt sie auch ohne Fleischwolf, Grill oder spezielle Burgerform machbar.

Vier längliche Brötchen neben Gewürzgurken, Zwiebelstreifen und BBQ-Sauce
Illustration: Weiche Brötchen, saure Gurken und rohe Zwiebeln ergänzen die süß-rauchige Sauce.

Das brauchst du für vier selbst gemachte BBQ-Sandwiches

Plane etwa 35 bis 45 Minuten ein. Wie schnell das Fleisch fertig ist, hängt unter anderem von der Pfanne und der Dicke der Patties ab.

  • 600 g ungewürztes Schweinehackfleisch
  • 4 längliche, weiche Weizenbrötchen
  • 160 g BBQ-Sauce, plus etwas zum Nachreichen
  • 1 kleine weiße Zwiebel
  • 4 mittelgroße Gewürzgurken
  • 1 TL mildes Paprikapulver
  • 6 g Salz
  • etwas schwarzer Pfeffer
  • 1 EL neutrales Öl zum Braten
  • optional etwas Gurkenwasser oder Apfelessig zum Abschmecken der Sauce

Wähle eine BBQ-Sauce, die dir schon pur schmeckt. Für dieses Sandwich passt eine rauchig-würzige Sorte mit spürbarer Säure besser als eine vor allem honigsüße Sauce. Kaufst du bereits gewürztes Fleisch, passt die angegebene Salzmenge nicht mehr. Ungewürztes Hack macht das Abschmecken deshalb einfacher.

Die Patties brauchen Fläche, keine perfekte Rippenform

Schneide zuerst die Zwiebel in feine Streifen und die Gurken in Scheiben. Lass die Gurkenscheiben kurz abtropfen, damit später möglichst wenig Lake im Brötchen landet. Stelle beides beiseite, bevor du mit dem rohen Fleisch arbeitest.

Vermenge das gut gekühlte Hack kurz mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver, bis die Masse beim Formen zusammenhält. Teile sie in vier Portionen und forme längliche, etwa 1,5 Zentimeter dicke Patties. Sie dürfen etwas größer als die Brötchenfläche sein, weil sie beim Braten schrumpfen. Eine gleichmäßige Dicke ist wichtiger als dekorative Rillen. Tiefe Kerben machen dünne Stellen, die schneller austrocknen.

Ei und Semmelbrösel brauchst du für diese Version nicht. Drücke die Ränder beim Formen vorsichtig zusammen und wende die Patties mit einem breiten Pfannenwender. So lassen sie sich besser bewegen als mit einer Zange, die sie an einer schmalen Stelle zusammendrückt.

Vier gebräunte längliche Schweinepattys in einer Pfanne, eines mit BBQ-Sauce glasiert
Illustration: Erst bräunen, dann zum Schluss mit BBQ-Sauce glasieren.

Warum die BBQ-Sauce erst am Ende in die Pfanne kommt

Erhitze das Öl in einer großen Pfanne und brate die Patties portionsweise bei mittlerer bis mittelhoher Hitze an. Als Orientierung kannst du zunächst etwa vier bis fünf Minuten je Seite rechnen. Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, reduziere die Hitze. Drücke das Fleisch während des Bratens nicht flach: Damit presst du Saft heraus.

Entscheidend ist die Temperatur im Inneren. Das Schweinehack muss vollständig durchgegart sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, Lebensmittel an allen Stellen mindestens zwei Minuten auf 70 °C zu erhitzen. Prüfe die dickste Stelle mit einem Fleischthermometer und gare bei Bedarf länger. Verwende für gegarte Patties einen sauberen Teller und saubere Utensilien.

Erwärme die BBQ-Sauce währenddessen separat bei kleiner Hitze. Ist sie sehr dick, rühre etwas Wasser ein. Schmeckt sie dir zu süß, gib teelöffelweise Gurkenwasser oder Apfelessig dazu und probiere zwischendurch. Das Ziel ist eine Sauce, die am Fleisch haftet, sich aber noch gut verteilen lässt.

Bestreiche die fertig gegarten Patties erst zum Schluss mit der warmen Sauce oder wende sie darin. Wenn du dafür die Bratpfanne verwendest, reduziere die Hitze stark und entferne vorher überschüssiges Fett sowie dunkle Bratrückstände. Zuckerhaltige BBQ-Sauce kann bei kräftiger Hitze schnell anbrennen und bitter werden. Ein kurzes Glasieren reicht; langes Einkochen auf dem Patty ist unnötig.

Aufgeschnittenes hausgemachtes BBQ-Schweinesandwich mit Gurken und Zwiebeln
Illustration: Der Anschnitt zeigt die hausgemachte Füllung; die sichere Garung wird mit einem Thermometer geprüft.

So bleibt das Brötchen weich, ohne sofort durchzuweichen

Schneide die Brötchen auf und röste nur die Schnittflächen kurz in einer trockenen Pfanne. Außen sollen sie weich bleiben. Setze je ein glasiertes Patty auf die untere Hälfte, verteile Gurken und Zwiebeln darüber und schließe das Sandwich. Zusätzliche Sauce stellst du besser auf den Tisch, statt das Brötchen schon beim Zusammenbauen darin zu tränken.

Serviere die Sandwiches sofort. Für einen gemeinsamen Burgerabend kannst du Gurken, Zwiebeln und Sauce vorab vorbereiten; die Patties werden frisch gebraten. Willst du eine süß-scharfe Richtung ausprobieren, ergänze beim Belegen einen kleinen Klecks Sweet-Chili-Sauce. Fang sparsam an, damit die BBQ-Würze noch erkennbar bleibt.

Ob der klassische McRib irgendwann zurückkehrt, bleibt offen. Für den nächsten Burgerabend reichen jedenfalls eine Pfanne, gute Brötchen und ein wenig Aufmerksamkeit beim Glasieren. Gerade die einfache Füllung macht diese selbst gemachte Variante reizvoll: warmes Schweinefleisch, würzige Sauce und der knackige Biss von Gurke und Zwiebel.

Die Nachricht zum angekündigten Abschied beruht auf dem verlinkten FOCUS-Bericht; die Zutatenbeschreibung des Sweet Heat wurde mit der deutschen McDonald’s-Produktseite abgeglichen. Die Küchenanleitung ist eine eigenständige, inspirierte Alternative.

Lukas Weber

Lukas Weber

Rezeptredakteur

Lukas Weber bereitet Rezepte und Küchenthemen für Männer können kochen redaktionell auf. Im Mittelpunkt stehen verständliche Schritte, plausible Angaben und die praktische Nutzung zu Hause.

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